Boxbegriffe von A-Z

ALI

The Greates of All Time

AIBA

  • Weltverband des Amateurboxsports
  • 1946 gegründet
  • Nachfolgeorganisation der 1920 gegründeten FIBA
    (Fédération Internationale de Boxe Amateur)

Adresse:

AIBA - International Boxing Association
Maison du Sport International
Avenue de Rhodanie 54
1007 Lausanne - Switzerland

http://www.aiba.org/


Altersklassen

Elite

m/w

19 - 34 Jahre

U38 s. WB

Jugend

m/w

17 + 18 Jahre

U19

Junioren

m/w

15 + 16 Jahre

U17

Kadetten

m/w

13 + 14 Jahre

U15

Schüler

m/w

10 + 12 Jahre

U13


Arzt am Ring

Wettkämpfe ohne Arzt am Ring sind nicht zulässig.

Vor dem Kampf kontrolliert der Ringarzt den Gesundheitszustand und die Eignung jedes Boxers; während des Kampfes sichert er die ärztliche Betreuung zum Schutz der Kämpfer.


Ausweichbewegungen

Ausweichbewegungen ist eine Verteidigungsaktion, um den gegnerischen Angriffsaktionen auszuweichen.

Der Boxer verändert durch Beinbewegungen (Schritte oder Sprünge) seinen Standort.

Typische Ausweichbewegungen sind der Rückschritt, der Rücksprung, der Seitsprung und der Seitschritt (auch Sitestep genannt).


Bandagen

Unter den Boxhandschuhen trägt man Bandagen.

Sie dienen zum Schutz der Handgelenke und Knöchelpartien; außerdem sind sie schweißaufsaugend, so dass sie der Hygiene der Hände und der Werterhaltung der Kampfhandschuhe dienen.

In den Wettkampfbestimmungen des DBV heißt es im § 29 Abs. 9:

"Die Kämpfer haben weiche, saubere Bandagen (Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell) zu tragen, die höchstens je 2,50 m lang und 5 cm breit sein dürfen. Sie dürfen nicht über die Handschuhe hinaus reichen. Die Benutzung anderer Bandagen (Gummiband, Hartbandagen, Isolierband, Leukoplast oder Pflaster) ist verboten. Ein einzelner Heftpflasterstreifen von 7,5 cm Länge und 2,5 cm Breite darf jedoch zum Festhalten der Bandagen auf dem Handrücken verwendet werden."


Boxring

Der Boxring ist die Austragungsfläche eines Boxkampfes.

Der Boxring ist immer quadratisch. Die Mindestmaße betragen von Ecke zu Ecke mindestens 4,90 Meter bis maximal 6,10 Meter.

Der Boxring wird durch drei oder vier elastischen Seilen begrenzt.
Der Boxring hat vier Ecken: eine rote, eine blaue Ecke und zwei weiße Ecken (auch neutrale Ecken) genannt.


Boxsack

ist ein Übungsgerät beim Boxen, bestehend aus Leder, Kunstleder oder auch festen Stoffen.

Variante: Schrägboxsack mit Abwinkelung am unteren Ende (speziell zum Üben von Aufwärtshaken)

Am Boxsack können alle Schläge geübt werden. Zur Steigerung der Schlagkraft bevorzugt ein Boxer i.d.R. einen schweren Boxsack. Zur Schulung der Beweglichkeit, der Genauigkeit und der Schlaggeschwindigkeit sind leichtere Varianten des Übungsgeräteszu verwenden.

Das Üben am Boxsack sollte beim Boxtraining nicht fehlen. Generell nachteilig ist jedoch die feste Aufhängung des Boxsackes, weil der Boxer dazu neigt, seine Bewegungen dem unbeweglichen Ziel anzupassen. Deshalb sollte das Schattenboxen dem Üben am Boxsack gleichgestellt werden.


Boxstellung

Als Boxstellung bezeichnet man die typische Kampfposition des Boxers, die er während des Kampfes einnimmt. Sie ist zugleich die Ausgangs- und Endposition aller Angriffs- und Verteidigungshandlungen.

Man unterscheidet zwischen Linksausleger und Rechtsausleger. Beim Linksausleger ist die Führungshand die Linke und die Schlaghand die Rechte. Das linke Bein steht vorn und das rechte hinten.

Beim Rechtsausleger ist dies genau seitenverkehrt; hier ist die Rechte die Führungshand und die Linke die Schlaghand. Das rechte Bein steht vorn und das linke hinten.


Boxverband Mecklenburg-Vorpommern

Der ESV Waren ist Mitglied im Box-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Adresse:

Boxverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
- Geschäftsstelle -
An der Jägebäk 8

18069 Rostock

http://www.boxverband-mv.de/


Deckung

Die Deckung ist das Verteidigungselement des Boxers.

Hier werden die gegnerischen Schläge mit der Faust, mit der geöffneten Hand, mit der Schulter, dem Unterarm oder dem Ellbogen als aktive Verteidigungselemente abgewehrt.

Die Doppeldeckung hingegen ist ein starres Verteidigungselement, bei dem der Boxer seine Arme und Fäuste ganz dicht an den Körper presst, um die Trefferflächen (Gesicht und Vorderseite des Oberkörpers bis zur Gürtellinie) bestmöglich abzuschirmen.


Deutscher Boxsport-Verband

Der DBV ist Deutschlands sportlicher Dachverband im Amateur-Boxen.

Dem Dachverband gehören zur Zeit 20 Landesverbände an.

Adresse:

DEUTSCHER BOXSPORT-VERBAND e.V.
Korbacher Str. 93
34132 Kassel

http://www.boxverband.de/


Distanz

Die Distanz beschreibt die Reichweite eines Boxers.


Entscheidungen

Entscheidungen = auch Ergebnisse oder Resultate genannt

Die Entscheidungen können auf neun Arten herbeigeführt werden:

  • a) Sieg durch Niederschlag (K.o.)
  • b) Sieg durch Aufgabe des Kampfes
  • c) Sieg durch Abbruch des Kampfes wegen Kampf- oder Verteidigungsunfähigkeit
  • d) RSC - Verletzung
  • e) Sieg durch Punktwertung
  • f ) Unentschieden
  • g) Sieg durch Disqualifikation des Gegners
  • h) Sieg durch Nichtantreten
  • i ) Abbruch ohne Entscheidung

Grundschläge

Beim Boxen werden sechs Grundschläge unterschieden:

  1. gerade Stöße mit der Führungshand
  2. gerade Stöße mit der Schlaghand
  3. Aufwärtshaken mit der Führungsand
  4. Aufwärtshaken mit der Schlaghand
  5. Seitwärtshaken mit der Führungsand
  6. Seitwärtshaken mit der Schlaghand

Alle Grundschläge können zum Kopf und zum Körper des Gegners geführt werden.


Kampfbekleidung

Zur Kampfbekleidung des Boxers gehören nach den DBV-Wettkampfbestimmungen § 12:

  • das Boxerhemd
  • die Boxerhose
  • die Boxerstiefel
  • die Boxhandschuhe
  • die Bandagen
  • der Zahnschutz
  • der Kopfschutz und
  • der Tiefschutz.

Kampfgericht

Das Kampfgericht (KG) besteht aus dem Ringrichter, den/dem Punktrichter(n), dem Zeitnehmer, den Mitgliedern des Schiedsgerichts (Delegierter).

Bei größeren Wettbewerben fungieren die Mitglieder des Kampfgerichts im Wechsel. Die amtierenden Kampfrichter und das Schiedsgericht (Delegierter) müssen im Besitz einer DBV-Kampfrichterlizenz sein. Sie sollen möglichst nicht den Vereinen der Kämpfer angehören.

Die Ring- und Punktrichter sind mindestens im Vierjahresturnus zu überprüfen.


Knockout

"Wenn ein Boxer durch einen Schlag zu Boden geht, zählt der Ringrichter im Sekunden-Rhythmus bis "Zehn". Erhebt sich der Boxer nicht oder zeigt nicht an, dass er zum Weiterkämpfen bereit ist, ist der Kampf zu Ende.

Sehr empfindliche Körperpunkte, die häufig zum K.o. führen sind: Aorta, Halsschlagader, Herzspitze, Kehlkopf, Kinn, Leber, Magen, Milz, Schläfe und Solarplexus.

Ein K.o. ist medizinisch nicht unbedenklich. In der Regel wird hierbei das Bewusstsein des Niedergeschlagenen mehr oder weniger massiv ausgeschaltet. Oft ist er bereits im Hinfallen ohne Bewusstsein, er kann den Aufprall des Schädels auf den Ringboden und den Schock auf die Halswirbelsäule nicht mehr abschwächen. Nach einem K.o. wird ein Boxer für eine gewisse Zeit gesperrt."

Quelle: http://www.arthur-abraham.de/homepage_de.html (Boxsport / ABC des Boxens)

Ergänzung:

Im Amateurboxen ist der prozentuelle Anteil eines K.o. sehr klein. Zum Einen beträgt die Kampfzeit nur 3 Runden (Zeiten entsprechend der jeweiligen Altersklassen) im Gegensatz zum Profiboxen (Hier beträgt die Kampfzeit i.d.R. 6 bis 10 Runden á 3 Minuten) und zum Anderen sind die Kampfrichter beim Amateurboxen dazu verpflichtet, stets die Gesundheit des Kämpfers in den Vordergrund zu stellen.

Auf Grund der geringen K.o.-Quote beim Amateurboxen können wir Ihnen keine Bildinformationen aus diesem Bereich zur Verfügung stellen. Damit Boxunkundige trotzdem eine Vorstellung von einem Knockout erhalten, hier ersatzweise ein Video aus dem Profiboxen.


Kommandos des Ringrichters

Der Ringrichter/in hat sich folgender Kommandoworte zu bedienen:

  • a) Bei Unterbrechung des Kampfes "stop"
  • b) bei Fortsetzung des Kampfes "box"
  • c) zum erforderlichen Lösen einer Umklammerung "break ", bei dem beide Kämpfer im laufenden Kampf einen Schritt zurück gehen müssen.

Meidbewegungen

Meidbewegungen sind alle Verteidigungshandlungen, bei denen der Boxer durch Bewegung des Oberkörpers den Schlägen des Gegners ausweicht.

Zu den Meidbewegungen zählt man:

  • Ducken
  • Pendeln
  • Rollen und
  • Rückneigen.

Pratzen / Tatzen

Im westdeutschen Gebiet ist eher der Begriff "Pratzen" verbreitet.

Pratzen sind Hilfsmittel eines Trainers zum Schutz (durch Schlag-/ Schockabsorbtion) seiner eigenen Hände.

Die Pratzenarbeit gehört zum Individualtraining.

Bei der Pratzenarbeit werden Schlagserien und Schlagkombinationen im Stand oder in der Bewegung trainiert.

Der Trainer hält dabei die Pratzen in verschiedenen Positionen. Der Boxer hat nun die Aufgabe, die Pratzen möglichst präzise (punktgenau) zu treffen.


Punch

ist die Bezeichnung für einen harten Schlag.

Davon abgeleitet ist der Bergriff "Lucky Punch".
Beim Lucky Punch schlägt ein im Kampf unterlegener Boxer seinen Gegner mit einem harten Schlag K.O. und gewinnt dadurch den Kampf glücklich.


Schlagen

Der Boxer schlägt mit seinen Fäusten. Deshalb wird er zurecht auch als Faustkämpfer bezeichnet.

Zu den Grundschlägen eines Boxers gehören die Gerade und die Haken (Winkelschläge).

Man unterscheidet zwischen:

  • Schlagfolgen:
    Unter Schlagfolgen ist die unmittelbare Aufeinanderfolge von mindestens zwei Grundschlägen zu verstehen.
  • Schlagkombinationen:
    Schlagkombinationen sind Schlagfolgen, bei denen mindestens zwei verschiedenartige Grundschläge miteinander verbunden werden.
  • Schlagserien:
    Schlagserien werden i.d.R. in der Nahdistanz angewendet. Sie bestehen aus einer Vielzahl gleichartiger Grundschläge.
  • Schlagverbindungen:
    Unter Schlagverbindungen versteht man die unmittelbare Verbindung gleichartiger Grundschläge.

Sekundant

Beim Boxkampf hat jeder Kämpfer Anspruch auf einen Sekundanten und einen Helfer.

Der Sekundant betreut und versorgt den Boxer in den Pausen des Boxkampfes. Während des Kampfes ist es dem Sekundanten untersagt, seinen Boxer (z.B. durch Zwischenrufe) zu coachen.

Der Sekundant muss mindestens im Besitz einer vom zuständigen Landesverband erteilten gültigen Übungsleiterlizenz sein.
Der Sekundant hat am Boxring in einem sportlichen Outfit (Trainingsanzug) zu erscheinen.


Sportverletzungen

Gehirnerschütterungen, Nasenbeinbruch, Jochbeinbruch, Rippenbrüche, Verletzungen an der Hand - das sind wohl die am häufigsten genannten Sportverletzungen im Boxsport.

Auch wenn sich dies hart anhört, statistisch gesehen ist Boxen weniger gefährlich als Fußball, Handball und sogar Laufen.

Hinweis:

Bei Sportverletzungen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Der Heilungsprozess kann dadurch in vielen Fällen erheblich verkürzt werden.


Taktische Haupthandlungen

Zu den taktischen Haupthandlungen im Boxen gehören:

  • die Angriffshandlung (direkter Angriff und Gegenanriff)
  • die Verteidigungshandlungen (aktive Verteidigung und passive Verteidigung)

Angriffs- und Verteidigungshandlungen können dabei unterschiedlich ausgeführt werden.

Das nachfolgende Dokument gibt einen gesamten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten.

Schema: >Taktische Haupthandlungen im Boxen

Kurz erklärt:

Die Angriffshandlung ist ein Begriff aus der Boxtaktik.

Es ist das aktive Einwirken auf den Gegner mit Schlägen in der Vorwärtsbewegung. Im Wesentlichen gibt es zwei Formen der Angriffshandlung:

  • der direkte Angriff (ohne Vorbereitung und mit Vorbereitung durch Finten, Manövrieren und Scheinangriffe)
  • der Gegenangriff

Parade: Die Parade ist das Wegschlagen oder Wegdrücken der geraden Fauststöße des Gegners mit der geöffneten Hand oder dem Unterarm.


Zu Boden

Wortlaut aus den DBV-Wettkampfbestimmungen § 38

  1. Als "Zu Boden" gilt ein Kämpfer, wenn er durch Schlagwirkung:
    a) den Ringboden mit einem anderen Körperteil als den Füßen berührt,
    b) kampf- oder verteidigungsunfähig in den Seilen hängt,
    c) sich außerhalb oder teilweise außerhalb der Ringseilbegrenzung befindet,
    d) stehend kampf- oder verteidigungsunfähig ist.
  2. Ist ein Boxer "zu Boden", beginnt der Ringrichter zu zählen. Sein Gegner hat sich in eine neutrale Ecke zu begeben. Geschieht dies nicht und leistet der Betreffende auch der angedeuteten Aufforderung des Ringrichters nicht Folge, kann dieser das Zählen solange einstellen, bis der Boxer seine Anordnung befolgt hat.
  3. Das Anzählen erfolgt im Sekundenrhythmus mit den Zahlen "1" bis "10". Der Ringrichter ist verpflichtet, mindestens bis "8" oder aber auch bis "9" zu zählen und muss dann bei Kampffähigkeit die Begegnung fortführen lassen. Stellt er fest, dass der Athlet noch nicht fähig ist, den Kampf fortzusetzen, zählt er bis "10" und beendet somit den Kampf.
  4. Gibt ein Ringrichter nach der Zahl "8" den Kampf durch das Kommando "box" wieder frei und geht alsdann ein Kämpfer erneut "zu Boden", ohne einen Schlag erhalten zu haben, hat der Ringrichter das Zählen fortzusetzen, wobei er mit "9" beginnt.
  5. Wenn ein Kämpfer in einer Runde dreimal oder im gesamten Kampfverlauf viermal bei "zu Boden" angezählt wird, hat der Ringrichter den Kampf abzubrechen. Bei den Schüler-, Kadetten- und Juniorenklassen gilt, dass der Kampf abgebrochen wird, wenn im gesamten Kampfverlauf dreimal bei "zu Boden" angezählt wird. Der Punktrichter hat jeden Niederschlag mit dem Vermerk KD (knock down) in der Punkttabellenrubrik des niedergeschlagenen Kämpfers festzuhalten. Erfolgt der Niederschlag durch einen Kopftreffer, ist dem Vermerk KD ein h (head) hinzuzufügen (KDh).
  6. Trifft für beide Kämpfer der Begriff "zu Boden" zu, wird entsprechend den Regeln gezählt, und zwar so lange, wie sich ein Boxer "zu Boden" befindet. Werden beide Boxer ausgezählt (Doppel-KO), wird derjenige Kämpfer zum Sieger erklärt, der punktmäßig im Vorteil ist.
  7. Der "Gong" darf als Zeichen zur Beendigung einer Runde nicht geschlagen werden, wenn ein Boxer angezählt wird. Ausgenommen davon ist das Zeichen zur Kampfbeendigung eines Finalkampfes der Deutschen Einzelmeisterschaften oder eines Turnierwettbewerbes.
  8. Die Ruhepausen dürfen durch das Zählen nicht verkürzt werden.

 
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