Boxbegriffe von A-Z
An dieser Stelle erklären wir oft verwendete Begriffe aus dem Boxsport.
Natürlich gibt es noch vielmehr. Deshalb möchten wir freundlich darauf hinweisen, dass unser Boxbegriffelexikon nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Ali
Ali - der beste Boxer aller Zeiten. Mehr Informationen über den amerikanischen Ausnahmeathleten findet ihr auf Wikipedia » Infos anzeigen
|
AIBA
Die AIBA ist der Weltverband des Amateurboxsports. Als Nachfolgeorganisation der 1920 gegründeten FIBA (Fédération Internationale de Boxe Amateur) wurde der Verband 1946 gegründet. Adresse: AIBA - International Boxing Association
|
Altersklassen
|
Arzt am Ring
Wettkämpfe ohne Arzt am Ring sind nicht zulässig. Vor dem Kampf kontrolliert der Ringarzt den Gesundheitszustand und die Eignung jedes Boxers; während des Kampfes sichert er die ärztliche Betreuung zum Schutz der Kämpfer.
|
Ausweichbewegungen
Ausweichbewegungen ist eine Verteidigungsaktion, um den gegnerischen Angriffsaktionen auszuweichen. Der Boxer verändert durch Beinbewegungen (Schritte oder Sprünge) seinen Standort. Typische Ausweichbewegungen sind der Rückschritt, der Rücksprung, der Seitsprung und der Seitschritt (auch Sitestep genannt).
|
Bandagen
Unter den Boxhandschuhen trägt man Bandagen. Sie dienen zum Schutz der Handgelenke und Knöchelpartien; außerdem sind sie schweißaufsaugend, so dass sie der Hygiene der Hände und der Werterhaltung der Kampfhandschuhe dienen. In den Wettkampfbestimmungen des DBV heißt es im § 29 Abs. 9: "Die Kämpfer haben weiche, saubere Bandagen (Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell) zu tragen, die höchstens je 2,50 m lang und 5 cm breit sein dürfen. Sie dürfen nicht über die Handschuhe hinaus reichen. Die Benutzung anderer Bandagen (Gummiband, Hartbandagen, Isolierband, Leukoplast oder Pflaster) ist verboten. Ein einzelner Heftpflasterstreifen von 7,5 cm Länge und 2,5 cm Breite darf jedoch zum Festhalten der Bandagen auf dem Handrücken verwendet werden."
|
Boxring
Der Boxring ist die Austragungsfläche eines Boxkampfes. Der Boxring ist immer quadratisch. Die Mindestmaße betragen von Ecke zu Ecke mindestens 4,90 Meter bis maximal 6,10 Meter. Der Boxring wird durch drei oder vier elastischen Seilen begrenzt.
|
Boxsack
Der Boxsack ist ein Übungsgerät beim Boxen, bestehend aus Leder, Kunstleder oder auch festen Stoffen. Variante: Schrägboxsack mit Abwinkelung am unteren Ende (speziell zum Üben von Aufwärtshaken) Am Boxsack können alle Schläge geübt werden. Zur Steigerung der Schlagkraft bevorzugt ein Boxer i.d.R. einen schweren Boxsack. Zur Schulung der Beweglichkeit, der Genauigkeit und der Schlaggeschwindigkeit sind leichtere Varianten des Übungsgeräteszu verwenden. Das Üben am Boxsack sollte beim Boxtraining nicht fehlen. Generell nachteilig ist jedoch die feste Aufhängung des Boxsackes, weil der Boxer dazu neigt, seine Bewegungen dem unbeweglichen Ziel anzupassen. Deshalb sollte das Schattenboxen dem Üben am Boxsack gleichgestellt werden.
|
Boxstellung
Als Boxstellung bezeichnet man die typische Kampfposition des Boxers, die er während des Kampfes einnimmt. Sie ist zugleich die Ausgangs- und Endposition aller Angriffs- und Verteidigungshandlungen. Man unterscheidet zwischen Linksausleger und Rechtsausleger. Beim Linksausleger ist die Führungshand die Linke und die Schlaghand die Rechte. Das linke Bein steht vorn und das rechte hinten. Beim Rechtsausleger ist dies genau seitenverkehrt; hier ist die Rechte die Führungshand und die Linke die Schlaghand. Das rechte Bein steht vorn und das linke hinten.
|
Boxverband Mecklenburg-Vorpommern
Der ESV Waren ist Mitglied im Box-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Adresse: Boxverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. 18069 Rostock
|
Deckung
Die Deckung ist das Verteidigungselement des Boxers. Hier werden die gegnerischen Schläge mit der Faust, mit der geöffneten Hand, mit der Schulter, dem Unterarm oder dem Ellbogen als aktive Verteidigungselemente abgewehrt. Die Doppeldeckung hingegen ist ein starres Verteidigungselement, bei dem der Boxer seine Arme und Fäuste ganz dicht an den Körper presst, um die Trefferflächen (Gesicht und Vorderseite des Oberkörpers bis zur Gürtellinie) bestmöglich abzuschirmen.
|
Deutscher Boxsport-Verband
Der DBV ist Deutschlands sportlicher Dachverband im Amateur-Boxen. Dem Dachverband gehören zur Zeit 20 Landesverbände an. Adresse: DEUTSCHER BOXSPORT-VERBAND e.V.
|
Distanz
Die Distanz beschreibt die Reichweite eines Boxers.
|
Entscheidungen
Entscheidungen = auch Ergebnisse oder Resultate genannt Die Entscheidungen können auf neun Arten herbeigeführt werden:
|
Geschicklichkeit = Koordination
Befasst man sich mit dem Boxsport, so gehört die Geschicklichkeit bzw. Koordination zu den grundlegenden Überlegungen. “Unter Koordination ist die Eigenschaft zu verstehen, sein gesamtes Potential und alle Fähigkeiten seines gesamten Organismus auf die wirkungsvolle Durchführung einer Handlung zu konzentrieren. Bevor eine Bewegung gemacht werden kann, müssen auf beiden Seiten der zu bewegenden Gelenke Veränderungen der muskulären Spannung erfolgen. Die Effektivität dieses Zusammenspiels der Muskeln ist einer der Faktoren, die Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Genauigkeit jeder körperlichen Tätigkeit bestimmen.” (Bruce Lee aus Jeet Kune Doo) Spitzenathleten unterscheiden sich deshalb von anderen, weil sie sich selbst bei höchsten Belastungen leicht bewegen können. Sie bewegen sich weich und elegant. Sie finden immer die richtige Distanz. Sie können ihren Gegner überraschen. Sie agieren im Kampf, ihre Gegner reagieren lediglich. Da sich Muskeln nicht von alleine bewegen, sondern in Abhängigkeit vom Nervensystem stehen, ist das Trainieren von Koordination ein wichtiger Bestandteil. des Boxtrainings. Das Schaffen von sensiblen Verbindungen zwischen den Muskeln und dem Nervensystem mit dem Ziel möglichst schneller Konzentration gepaart mit exakter Genauigkeit lässt sich vielfältig trainieren. Dabei ist lediglich zu beachten, dass das Training nur dann Sinn macht, wenn der Sportler ausgeruht und willens ist, komplizierte Bewegungen auszuführen. Ein müder oder unkonzentrierter Sportler verfälscht die Bewegungen. Die Bewegungsabläufe sind dann meist grobmotorig und ziellos. Das Training wird dann zum Rückschlag.
|
Grundschläge
Beim Boxen werden sechs Grundschläge unterschieden:
Alle Grundschläge können zum Kopf und zum Körper des Gegners geführt werden.
|
Kampfbekleidung
Zur Kampfbekleidung des Boxers gehören nach den DBV-Wettkampfbestimmungen § 12:
|
Kampfgericht
Das Kampfgericht (KG) besteht aus dem Ringrichter, den/dem Punktrichter(n), dem Zeitnehmer, den Mitgliedern des Schiedsgerichts (Delegierter). Bei größeren Wettbewerben fungieren die Mitglieder des Kampfgerichts im Wechsel. Die amtierenden Kampfrichter und das Schiedsgericht (Delegierter) müssen im Besitz einer DBV-Kampfrichterlizenz sein. Sie sollen möglichst nicht den Vereinen der Kämpfer angehören. Die Ring- und Punktrichter sind mindestens im Vierjahresturnus zu überprüfen.
|
Knockout
"Wenn ein Boxer durch einen Schlag zu Boden geht, zählt der Ringrichter im Sekunden-Rhythmus bis "Zehn". Erhebt sich der Boxer nicht oder zeigt nicht an, dass er zum Weiterkämpfen bereit ist, ist der Kampf zu Ende. Sehr empfindliche Körperpunkte, die häufig zum K.o. führen sind: Aorta, Halsschlagader, Herzspitze, Kehlkopf, Kinn, Leber, Magen, Milz, Schläfe und Solarplexus. Ein K.o. ist medizinisch nicht unbedenklich. In der Regel wird hierbei das Bewusstsein des Niedergeschlagenen mehr oder weniger massiv ausgeschaltet. Oft ist er bereits im Hinfallen ohne Bewusstsein, er kann den Aufprall des Schädels auf den Ringboden und den Schock auf die Halswirbelsäule nicht mehr abschwächen. Nach einem K.o. wird ein Boxer für eine gewisse Zeit gesperrt." Quelle: http://www.arthur-abraham.de/homepage_de.html (Boxsport / ABC des Boxens)
Ergänzung: Im Amateurboxen ist der prozentuelle Anteil eines K.o. sehr klein. Zum Einen beträgt die Kampfzeit nur 3 Runden (Zeiten entsprechend der jeweiligen Altersklassen) im Gegensatz zum Profiboxen (Hier beträgt die Kampfzeit i.d.R. 6 bis 10 Runden á 3 Minuten) und zum Anderen sind die Kampfrichter beim Amateurboxen dazu verpflichtet, stets die Gesundheit des Kämpfers in den Vordergrund zu stellen.
|
Kraft
Schnelligkeit und Beweglichkeit sind entscheidend für die Entwicklung der Kraft. Die Physik beschreibt die Kraft (F) als Ergebnis von Masse (m) multipliziert mit der jeweiligen Beschleunigung (a) -> also: F= m x a. Somit ist Kraft nicht einzig und allein der Masse gleichzusetzen. Für das Boxen bedeutet dies im Umkehrschluss, dass ein schneller leichtgewichtiger Kämpfer genauso kraftvoll wie ein langsamerer schwerer gewichtiger Kämpfer zuschlagen kann. Um seine Kraft zu erhöhen, muss der Boxer deshalb seine Masse und seine Beschleunigung erhöhen. Doch wie kann man die Masse steigern, wenn die eigentliche Masse aus dem Körpergewicht resultiert und Grundlage für das Körpergewicht, die physische Konstitution des Kämpfers ist? Das allein reicht meistens jedoch nicht aus. Viel wichtiger ist dabei die Bündelung der eigenen Energien, um aus einem ausreichendem Gleichgewicht heraus, eine wirkungsvolle Aktion zu initiieren. Es gibt keine konkrete Trainingsmethode zur Schulung der inneren Energien, weil letztendlich jede Trainingsmethode auf die Herausbildung dieser herausragenden Qualitäten eines Boxers abzielen sollte. Ein Boxer muss grundsätzlich verstehen, dass er nicht als Boxer geboren ist, sondern zu einem Boxer gemacht wird. Dabei hängt die Qualität seines Seins von seinem Sein ab. Seine Energien sinnvoll zu lenken und einzusetzen, ist vor allem mentale Leistung und deswegen entscheidend von der inneren Einstellung eines Sportlers abhängig.
|
Kommandos des Ringrichters
Der Ringrichter/in hat sich folgender Kommandoworte zu bedienen:
|
Meidbewegungen
Meidbewegungen sind alle Verteidigungshandlungen, bei denen der Boxer durch Bewegung des Oberkörpers den Schlägen des Gegners ausweicht. Zu den Meidbewegungen zählt man:
|
Pratzen / Tatzen
Im westdeutschen Gebiet ist eher der Begriff "Pratzen" verbreitet. Pratzen sind Hilfsmittel eines Trainers zum Schutz (durch Schlag-/ Schockabsorbtion) seiner eigenen Hände. Die Pratzenarbeit gehört zum Individualtraining. Bei der Pratzenarbeit werden Schlagserien und Schlagkombinationen im Stand oder in der Bewegung trainiert. Der Trainer hält dabei die Pratzen in verschiedenen Positionen. Der Boxer hat nun die Aufgabe, die Pratzen möglichst präzise (punktgenau) zu treffen.
|
Punch
ist die Bezeichnung für einen harten Schlag. Davon abgeleitet ist der Bergriff "Lucky Punch".
|
Schlagen
Der Boxer schlägt mit seinen Fäusten. Deshalb wird er zurecht auch als Faustkämpfer bezeichnet. Zu den Grundschlägen eines Boxers gehören die Gerade und die Haken (Winkelschläge). Man unterscheidet zwischen:
|
Schnelligkeit
Für viele Boxer bedeutet Schnelligkeit (Handlungsschnelligkeit) gleich Schnellkraft.
Schnelligkeit (Handlungsschnelligkeit) ist aber mehr, als nur die Fähigkeit eines Boxers, einen Schlag besonders zügig und hart auszuführen.
|
Sekundant
Beim Boxkampf hat jeder Kämpfer Anspruch auf einen Sekundanten und einen Helfer. Der Sekundant betreut und versorgt den Boxer in den Pausen des Boxkampfes. Während des Kampfes ist es dem Sekundanten untersagt, seinen Boxer (z.B. durch Zwischenrufe) zu coachen. Der Sekundant muss mindestens im Besitz einer vom zuständigen Landesverband erteilten gültigen Übungsleiterlizenz sein.
|
Sportverletzungen
Gehirnerschütterungen, Nasenbeinbruch, Jochbeinbruch, Rippenbrüche, Verletzungen an der Hand - das sind wohl die am häufigsten genannten Sportverletzungen im Boxsport. Auch wenn sich dies hart anhört, statistisch gesehen ist Boxen weniger gefährlich als Fußball, Handball und sogar Laufen. Hinweis:Bei Sportverletzungen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Der Heilungsprozess kann dadurch in vielen Fällen erheblich verkürzt werden.
|
Taktische Haupthandlungen
Zu den taktischen Haupthandlungen im Boxen gehören:
Angriffs- und Verteidigungshandlungen können dabei unterschiedlich ausgeführt werden. Das nachfolgende Dokument gibt einen gesamten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten. Schema: >Taktische Haupthandlungen im Boxen Kurz erklärt: Die Angriffshandlung ist ein Begriff aus der Boxtaktik. Es ist das aktive Einwirken auf den Gegner mit Schlägen in der Vorwärtsbewegung. Im Wesentlichen gibt es zwei Formen der Angriffshandlung:
Parade: Die Parade ist das Wegschlagen oder Wegdrücken der geraden Fauststöße des Gegners mit der geöffneten Hand oder dem Unterarm.
|
Zu Boden
Wortlaut aus den DBV-Wettkampfbestimmungen § 38
|













